Direkte Beziehungen (achter Teil): Geld und Heilung

Wie ist deine Beziehung zu Geld? Liebevoll, achtsam und entspannt? Oder eher geprägt von Stress, Anspannung und Vorurteilen?

Wenn ich mit Klientinnen und Klienten ihre Beziehung zu Geld beleuchte, zeigt sich oft, dass diese Beziehung stark belastet ist. Es fehlt das Gefühl, es wirklich verdient zu haben, und es gibt viele Glaubenssätze, etwa, dass man Geld nicht lieben darf oder dass viel Geld einen zu einem schlechten Menschen macht. Gleichzeitig spüren viele den Druck, mehr Geld haben zu müssen, um wertvoll und liebenswert zu sein oder einfach um ein gutes Leben zu führen. Manchmal ist das Thema Geld stark verbunden mit Schmerz, weil die Erfahrung und dadurch der Glaube vorhanden ist, dass Geld nur durch mühsame Arbeit verdient werden kann. Viele haben Prägungen aus der Kindheit, die ihre Beziehung zu Geld belasten. Sie verbinden Geld mit Stress, weil nie genug davon da war, mit Entbehrungen, weil die Eltern immer weg waren, um Geld zu verdienen, oder mit grossem Leistungsdruck, weil ihnen vermittelt wurde, dass man einen gut bezahlten Job anstreben muss. Teilweise ist die Beziehung zu Geld mit Enttäuschung belastet, weil das schwer verdiente Geld nicht das erhoffte Glück gebracht hat.

Über das Noetic Field Balancing können Glaubenssätze gelöst und mit Tiefenimagination kann die Beziehung zu Geld vertieft und geheilt werden. Dabei kommt auch das Geld selbst zu Wort, und auch es beklagt sich. Es will nicht für unnötigen Kram aus dem Fenster geworfen werden. Es will nicht auf der Bank versauern – wie Wasser, das nicht fliessen kann und schlecht wird. Es will nicht beschuldigt werden, wo es keine Schuld trägt. Immer wieder sagt es, dass nicht es, sondern die Einstellung der Menschen zu ihm das Problem sei. Das Geld sagt, dass es willkommen sein möchte wie ein Gast, dem man die Tür freundlich und freudig öffnet. Es wünscht sich, dass die Menschen nicht nur daran denken, was sie für ihr Geld bekommen, sondern auch daran, wohin sie es geben. Das Geld möchte an gute Orte fliessen, die der Gesundheit und der Heilung von Menschen und der Natur dienen, und nicht missbraucht werden für Macht und Dinge, die krank machen. Das Geld braucht unsere Liebe und unseren Willen, achtsam und verantwortungsvoll mit ihm umzugehen. Es freut sich, wenn wir ihm dafür danken, was es uns ermöglicht, und wenn wir es herzlich willkommen heissen, ihm vertrauen und ihm vor allem auch mal zuhören und nicht einfach bestimmen und dabei nur an uns selbst denken.

Ich habe beobachtet, dass Menschen, die ihr Geld auf eine Art verdienen, die ihnen sinnvoll erscheint und Freude macht, dieses öfter (wenn auch nicht immer) achtsam einsetzen. Darum möchte das Geld oft gerne mehr zu ihnen fliessen. Gleichzeitig beobachte ich, dass Menschen, die ihr Geld durch mühselige, langweilige oder wenig sinn-stiftende Arbeit verdienen, dieses öfter so ausgeben, dass es zu weiterem Schmerz führt: nämlich für Dinge, die ihren Schmerz zwar kurzfristig lindern, jedoch längerfristig den Menschen und den Planeten belasten. Sie versuchen, ihre verlorene Freude durch Belohnung, die vergessene Kraft der Seele durch ein gekauftes Gefühl der Macht und die Schwere des Alltags durch eine vorübergehende Freiheit an einem Strand irgendwo in der weiten Welt zu kompensieren. Darüber beklagt sich das Geld. Es wünscht sich, dem Guten, der Freude, der Liebe, der inneren Fülle und der Heilung von Mensch und Natur zu dienen. Und es möchte in diesem Wunsch gehört werden.

Wenn ich erlebe, welche Veränderungen eine geheilte Beziehung zu Geld herbeiführen kann, dann frage ich mich, wie eine Welt aussehen würde, in der alle Menschen lösen dürften, was ihrer liebevollen Beziehung zu Geld und zu sich selbst im Weg steht. Wie in allen Beziehungen ist es auch in der Beziehung zu Geld wichtig, dass beide Seiten sich gehört, geliebt und verstanden fühlen – und dass keiner ein Untertan des anderen ist.

Und nun? Was denkst und fühlst du, wie deine Beziehung zu Geld ist?

Falls du auch die ersten sieben Beiträge zum Thema direkte Beziehungen lesen möchtest: Du findest sie hier: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3 | Teil 4 | Teil 5 | Teil 6Teil 7.

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