Vergangenheit und Zukunft beeinflussen uns gleichermassen
Im traumainformierten körperzentrierten Coaching, in der psychosomatischen Körperarbeit und auch in der psychoenergetischen Arbeit mit Glaubenssätzen, dem Noetic Field Balancing, schaut man oft zurück. Was hat einen geprägt? Welche unverarbeiteten Emotionen stecken noch im Körper und werden getriggert? Welche Glaubenssätze zeigen sich in der Gegenwart? Welche Prägungen schränken uns in unserer Möglichkeit ein, frei auf das zu reagieren, was uns begegnet? Aber nicht nur die Vergangenheit beeinflusst unsere Gegenwart. Sondern auch die Zukunft.
Die Zukunft, die wir in unseren Herzen und Köpfen tragen, beeinflusst unsere Gegenwart. Sie beeinflusst, wie wir auf das reagieren, was uns begegnet, welche Entscheidungen wir treffen, wo wir unsere Energie und unsere Aufmerksamkeit hingeben. Die Zukunft beeinflusst unser Handeln und letztlich, in welche Richtung wir gehen, wo wir vorbeikommen und wo wir ankommen werden.
Ich gehe davon aus, dass es eine Art festgelegtes Ziel gibt, von dem die Seele weiss. Und tausend verschiedene Möglichkeiten, wie wir dieses Ziel – die Entfaltung dessen, was als Potenzial in uns angelegt ist – erreichen können. Es gibt auch die Möglichkeit, sich zu verlieren, sich zu verirren und sich immer weiter vom vorgesehenen Ziel zu entfernen. Das ermöglicht andere Erfahrungen, macht auf lange Sicht jedoch krank und schwächt uns. Gleichzeitig ist es nie zu spät, sich zu erinnern und das innere Navigationsgerät (in anderen Blogs nenne ich es innere Führung oder inneres Wissen) wieder einzustellen und seinen Anweisungen vertrauensvoll zu folgen.
Ich gehe davon aus, dass die Zukunft bereits existiert, und zwar unzählige Versionen davon. Wie sonst ist es möglich, dass ich immer wieder Vorahnungen habe? Manchmal sehe und spüre ich schon Jahre im Voraus, was irgendeinmal (potenziell) eintreffen wird. Manchmal weiss ich schon vor der Sitzung, was sich bei diesem Menschen zeigen will. Wie sonst kann es sein, dass ich – und viele andere Menschen auch – den Ruf aus einer noch nicht bekannten Zukunft vernehmen und ihm folgen kann? Hier möchte ich erwähnen, dass das Buch «The Road of Time» von Dr. Philippe Guillemant mir sehr viel Mut gemacht hat, meinen Annahmen zu vertrauen, dass die Zukunft bereits existiert.
Welche Zukunft wir antreffen werden, hat viel damit zu tun, wo wir unsere Energie und unsere Aufmerksamkeit hingeben, ob das innere Navigationsgerät eingeschaltet ist oder nicht, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir handeln. Wenn wir uns zum Beispiel einer Zukunft annähern wollen, in der Frieden, Freiheit und Freude für alle, Verbundenheit und die Entfaltung des einzigartigen Potenzials in jedem Menschen und der natürlichen Welt Realität geworden ist, dann ist es hilfreich davon auszugehen, dass diese Zukunft bereits existiert und dass unsere Sehnsucht danach von einem inneren Wissen kommt, das diese Welt bereits kennt. Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Navigationssysteme danach auszurichten, uns der Frequenz der Liebe, der Freude und der Verbundenheit anzunähern. Das wird möglich, indem wir uns jeden Tag darum kümmern, Freude und Verbundenheit im Herzen zu tragen, uns mit den dazugehörenden Bildern zu verbinden, uns das Träumen zu erlauben, es ernst zu nehmen als Ausflüge in eine mögliche Zukunft und den Impulsen zu folgen, die in diese Richtung zeigen.
In vielen Sitzungen und Meditationen habe ich vom Unterbewusstsein Bilder bekommen, die mein Verstand nicht deuten konnte. Lange Zeit mochte ich diese Bilder nicht. Sie zeigten mir zwar, wie tiefer Frieden, Freude, Verbundenheit mit allem und ein weiter, weiser, mit dem Herzen verbundener Geist sich anfühlen, gaben mir aber keine Anleitung, wie ich dahin finden könnte. Irgendwann habe ich verstanden, dass diese Bilder sehr wohl ein guter Wegweiser sind. Indem ich sie zulasse, schwingen Seele, Geist und Körper in die entsprechende Frequenz ein, und das ist in der Sprache des Universums der beste Wegweiser überhaupt, um sich der Frequenz und damit auch der bereits existierenden Zukunft anzunähern, die dieser Schwingung entspricht.
Jetzt, wo das Jahr zu Ende geht, die kurzen, dunklen Tage zur Einkehr rufen und das zurückkehrende Licht uns klare Träume, Visionen, Gefühle und Gedanken schenkt, ist es Zeit, zurückzuschauen auf das, was war, was dankbar losgelassen werden will, aber auch ganz bewusst vorwärtszuschauen auf das, was kommt, was auf einer anderen Ebene bereits da ist und eingeladen werden darf.


